Climate Stories
Climate Stories veranstaltet digitale Begegnungen gegen die Klimakrise!
Kennt ihr das Gefühl, dass „Klimakrise“ nur noch ein Wort ist, das an euch abprallt? Noch eine Statistik, noch ein Bericht über 1,5 Grad – und dann wischt man weiter. Mathias Schweikert und Tobias Schäfer wollten deshalb einen anderen Zugang schaffen. Für die NGO Fairventures Worldwide erzählten die beiden Geschichten von Kleinbäuer:innen in den Tropen, waren dafür auch in Indonesien und Uganda unterwegs. Dort erfuhren sie von ihren Kolleg:innen, wie es sich anfühlt, wenn die Klimakrise kein abstraktes Thema mehr ist, sondern ganze Biografien prägt.
Aus diesen Erfahrungen entstand 2023 das Klimabildungsprojekt Climate Stories.
Die Idee ist simpel: Schüler:innen in Deutschland treffen in digitalen Begegnungen sogenannte Klimazeug:innen aus dem Globalen Süden – zum Beispiel Monalisa aus Borneo, Hilda aus Uganda, oder Jobod von den Marshallinseln. Sie berichten davon, wie die Klimakrise ihre Heimat verändert. Und sie zeigen, welche inspirierenden Projekte sie bereits selbst angestoßen haben.
Monalisa, 33, Borneo/Indonesien
Die Menschen in Monas Community stellen sich Fragen, die in Deutschland unvorstellbar wären: Verkaufen sie ihr Land, damit ihre Kinder zur Schule gehen können? Schützen sie ihren Regenwald, oder überlassen sie ihn doch den großen Palmölkonzernen? Monalisa findet: „Niemand sollte gezwungen sein, solche Entscheidungen zu treffen.“ Mit ihrer Organisation Good Forest Indonesia will sie zeigen, dass sich nachhaltige Wiederaufforstung für die Umwelt und das Wohl der Menschen im Regenwald lohnt.


Jobod, 25, Marshallinseln
Seine Heimat ist eine der kleinsten Inselgruppen der Erde, umgeben von Wasser, so weit das Auge reicht. „Wohin man auch blickt, überall ist Wasser“, sagt Jobod. Doch der steigende Meeresspiegel bedroht dort die Lebensgrundlagen: Salzwasser dringt in Trinkwasserquellen ein, überflutet Felder und Straßen und verschärft die Folgen der Dürreperioden. Jobod erzählt seine Geschichte, weil er für seine Community kämpfen will. Er macht Kunst, startet Bildungsprojekte und spricht auf internationalen Klimakonferenzen.
In den Climate Stories Workshops treffen die Schüler:innen auf junge Menschen, die sie inspirieren und mit denen sie sich identifizieren können. Seit 2023 hat das Projekt bereits mehrere tausend Teilnehmende erreicht. 85 Prozent geben anschließend an, das Thema Klimagerechtigkeit nun besser zu verstehen. Fast drei von vier können sich vorstellen, sich künftig stärker für Klimagerechtigkeit zu engagieren.
Vielleicht ist das der Anfang für euch: Holt euch einen kostenlosen Workshop in eure Schule oder Einrichtung: climate-stories.de/bildung
Folgt @climate_stories auf Instagram und lernt Menschen wie Jobod und Monalisa kennen, bevor ihr sie vielleicht selbst im Videocall trefft. Manchmal fängt Weltverbundenheit nicht mit einem großen Plan an. Sondern mit einem Gesicht auf einem Bildschirm und einer Geschichte.

Dieser Beitrag wird gefördert durch das Programm für Entwicklungspolitische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (DEAR) der Europäischen Union. Für den Inhalt ist allein mycelia gGmbH verantwortlich. Die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Europäischen Union wieder.



